Über den Hof

2017 übernahmen Johannes Walzer und Laura Koch eine verlassene Hofstelle nahe der Ostseeküste im Nordwesten Mecklenburgs. Auf dem alten Kirchengrund wollten sie eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Landwirtschaft aufbauen, Alternativen aufzeigen und Menschen inspirieren. Seit 2018 wird der Hof als solidarische Landwirtschaft betrieben, in der die Mitglieder mehr sind als nur Konsumenten. Sie sind Teil des Hofes, können ihn mitgestalten und ermöglichen es Johannes, Laura und ihrem Team, nach ihren Werten und Idealen zu arbeiten. Was mit etwa 50 Familien begann, wuchs zu einer lebendigen Gemeinschaft von über 250 Ernteteilern, die wöchentlich frisches Gemüse und je nach Wunsch auch duftende Schnittblumen, Eier, Obst und Honig erhalten. Mit viel Idealismus werden alte Strukturen neu aufgebaut, es wird weniger mit Maschinen, dafür mehr mit der Hand und mit Hilfe natürlicher Prinzipien gearbeitet. Die Mission liegt darin, gesunde Böden und reiche Ökosysteme nicht nur zu erhalten, sondern aufzubauen.

Methoden

Auf 7 Hektar wachsen über 60 verschiedene Gemüsesorten im Einklang mit der Natur. Im Marktgarten, im Feldgemüsebau im Mulchsystem, auf dem Kartoffelacker, der Streuobstwiese und in der Energieholzanlage zeigt sich, was regenerative Landwirtschaft bedeuten kann. Der Boden wird durch verschiedenste Techniken aufgebaut, die Bodenfruchtbarkeit gesteigert, das Ökosystem stabilisiert. Humusaufbau und Düngung werden mit Pflanzenkompost, Mulch, Zwischenfrüchten und Gründüngungen erreicht, es kommt überwiegend nachhaltig gezüchtetes, samenfestes Saatgut zum Einsatz. Auf schonende Bodenbearbeitung und intensive Durchwurzelung wird Wert gelegt, um den Boden zunehmend fruchtbarer zu machen. In mobilen Ställen leben Zweinutzungshühner, im Sommer grasen Weidehähnchen im Chickentraktor. Agroforstsysteme werden etabliert, funktionelle Biodiversität und Strukturelemente steigern die Produktion. Seit 2024 widmet sich Laura dem Anbau nachhaltiger Schnittblumen als Teil der Slow-Flower-Bewegung, alle Blumen werden selbst aus Samen gezogen, per Hand gepflanzt, gepflegt und mit Liebe geerntet.

Besonderheiten

Wöchentlich kannst du deine Ernteanteile an verschiedenen Abholdepots in Lübeck, Wismar und Schwerin abholen. In Lübeck freitags ab 9 Uhr am Reiherstieg 48, in St. Jürgen an der Gustav-Falke-Straße 44, in der Altstadt in der Hartengrube 44, samstags von 7 bis 13 Uhr am Markt am Brink. In Wismar und Schwerin gibt es weitere Depots im Umkreis von 50 Kilometern. Samstags findest du den Marktstand auf dem Lübecker Wochenmarkt Am Brink mit gebundenen Blumensträußen und frischem Gemüse. Zusätzlich zum Gemüse und den Blumen kannst du Teil der Südfrüchte-Kooperation werden und Bio-Eier im Abo von Partnerbetrieben beziehen. Im Frühjahr gibt es einen Jungpflanzenmarkt, im Spätsommer ein Sommerfest mit Hofführungen, der Möglichkeit, die Gemeinschaft kennenzulernen, und gemeinsamem Beisammensein. Der Hof dient auch als Lernort und bietet Bildungs- und Erlebnisangebote, die das Bewusstsein für einen achtsamen und nachhaltigen Umgang mit der Natur fördern.

Höfe in der Nähe von Lebendiger Landbau

Feldgang

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Ort für nachhaltige Land und Denkwirtschaft mit Gästehaus, Seminaren und Angeboten rund um Boden, Ernährung und bewusstes Leben in Mecklenburg Vorpommern.

Biohof Tacke

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Biopark und Naturland Hof bei Wismar mit Hofladen. Schwerpunkt Bio Rindfleisch, Wurstwaren und Vorbestellpakete, dazu Wild aus eigener Jagd. Familienangebote, Kurse und Workshops für Kinder sowie Kitas und Schulen.

Hof Medewege

Hof Medewege

Demeter Hofgemeinschaft nahe Schwerin mit großem Hofladen, Hofküche und Café, Bäckerei und vielfältigen Betrieben. Im Hofladen gibt es Gemüse, Obst, Milchprodukte, Eier, Fleisch, Brot und weitere Bio Produkte.

Ringstedtenhof

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Bioland-Hof am Stadtrand Lübecks mit solidarischer Landwirtschaft, eigenem Hofladen, Hofcafé und Bildungsprogrammen – die Ringstedtenhof eG gestaltet seit 2023 einen lebendigen Ort, an dem Gemüse, Gemeinschaft und Natur zusammenwachsen.

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