Naturland-Hof bei Moosinning, wo Amadé Billesberger in sechster Generation mit über 1.000 Tieren, 100 Gemüsesorten und eigenem Getreide ökologische Landwirtschaft lebt.
Betriebsleitung
Amadé Billesberger (seit 2007)
Adresse Ismaninger Straße 22 85452 Moosinning Bayern
Die Geschichte des Billesberger Hofs beginnt urkundlich im Jahr 1031 mit zwei Mühlen in Moosinning, wobei das Kloster St. Emmeram in Regensburg schon ab 1336 nur mehr eine Mühle erwähnt. Bis zur Säkularisation 1815 gehörte die Mühle dem Kloster, bevor sie 1852 aus staatlichem Besitz in Familienhand überging, als ein Vorfahr als Entschädigung für seinen Standort in München diesen Besitz erhielt. Das große Mühlengebäude wurde 1877 von Andreas und Josefa Stanglmair erbaut, die ersten zwei Generationen vergrößerten Mühle und Hof so weit, dass um 1900 der größte Hof Moosinnings entstand. 1972 musste der Mühlenbetrieb schließen, Siegfried Billesberger übernahm in fünfter Generation marode Gebäude, sanierte sie und ließ 1987 ein modernes Wasserkraftwerk bauen, das seither den Hof und weitere 100 Haushalte mit Strom versorgt. 2007 übernahm Amadé Billesberger, besser bekannt als Biobauer Mogli, in sechster Generation den Betrieb und pachtete dazu die 70 Hektar Landwirtschaft. Von Anfang an wirtschaftet er nach ökologischen und biologisch-dynamischen Prinzipien. Mit der Geburt seiner Tochter Aurelia Sara Rosa am 31. Januar 2020 erblickte auch die siebte Generation das Licht der Welt.
Methoden
Auf 72 Hektar leben rund 1.000 Tiere, darunter 800 Hühner der Zweinutzungsrasse in drei Hühnermobilen, bayrische Bergschafe als Woll-Rasenmäher auf Weiden und in Wäldern sowie Bienen in Blühstreifen. Mehr als 100 Gemüsesorten wachsen über das Jahr verteilt in einem großen Gemüsebeet mit vielen Ursorten. Über 100 Jahre alte Apfelbäume säumen den Hof, das eigene Getreide liefert den Rohstoff für das Billesberger Mehl und die Nudeln, verarbeitet in einer Mühle weniger als 30 Kilometer entfernt. Eigenes Holz wird jährlich zu Hackschnitzeln verarbeitet, die Hackschnitzelheizung erwärmt das Wasser des Hofes. Amadé und seine Familie versuchen so weit wie möglich plastikfrei zu leben, bis auf Öl, Essig, Salz und Kaffee versorgt sich der Hof selbst.
Besonderheiten
Im Selbstbedienungshofladen direkt am Hof findest du Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr auf Vertrauensbasis Eier der Zweinutzungshennen, Kartoffeln, saisonales Gemüse sowie Nudeln und Mehle. Jeden zweiten Samstag von 10 bis 12 Uhr ist der Billesberger Hof außerdem auf dem Bauernmarkt WagnisART in der Fritz-Winter-Straße in München vertreten. Für Führungen öffnet der Hof seine Tore für Schulklassen, Kindergärten, Studierende und andere Gruppen ab 15 bis 20 Personen, individuell nach Gruppengröße, Jahreszeit und Wunsch gestaltet. Wer ein Tier besonders ins Herz geschlossen hat, kann eine Patenschaft für ein Huhn oder Schaf übernehmen und das Tier regelmäßig besuchen. Einmal im Jahr findet ein Nachmittag der offenen Tür statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Genossenschaftlich organisierte solidarische Landwirtschaft vor den Toren Münchens. Mitglieder erhalten wöchentlich einen Ernteanteil mit saisonalem Bio Gemüse und Kartoffeln, verteilt über Abholstationen im Münchner Raum.
Kleiner Biohof der Familie Fuchs in einem denkmalgeschützten Einödhof im vorderen Bayerischen Wald – mit Ochsen- und Hähnchenmast auf der Weide, Direktvermarktung ab Hof und Camping mitten in der Natur.
Reitschule und Pensionspferdehaltung in Pilsach mit Reitunterricht für Kinder und Erwachsene, auch mit Schulpferden. Dazu Reitverein, Wanderreitstation und ein Standort mit weiteren Betriebszweigen wie Landwirtschaft und Schreinerei.
Bioland-Kräutergärtnerei der Familie Dworschak-Fleischmann im Nürnberger Knoblauchsland – seit 1928 in fünfter Generation, mit innovativem Doppelstock-Gewächshaus, über 240 Kräutersorten und dem Bayerischen Klimapreis 2023.